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Unser Leitbild: Er stellte ein Kind in ihre Mitte... Lukas 9,46-48:


„Unter den Jüngern kam die Frage auf, wer von ihnen der Größte sei. Jesus wusste, was in ihrem Herzen vorging. Deshalb nahm er ein Kind, stellte es neben sich und sagte zu ihnen: Wer dieses Kind um meinetwillen aufnimmt, der nimmt mich auf, wer aber mich aufnimmt, der nimmt den auf, der mich gesandt hat. Denn wer un­ter euch allen der Kleinste ist, der ist groß."


Was an der Verkündigung Jesu Christi immer wie­der auffällt, ist, dass er fast durchgängig die Maß­stäbe, die in der Gesellschaft seiner Zeit, und viel­fach auch Heute galten und gelten, auf den Kopf stellt. Das gilt für sein Auftreten als Messias, das alle Erwartungen enttäuscht, das gilt für die Seligpreisungen der Bergpredigt, das gilt für seine Anforderungen an die, die ihm nachfolgen und das gilt auch für die, um derentwillen er gekommen ist.


Wer also mit den Augen Jesu sehen lernen will, kann als fast sicheren Maßstab das Gegenteil von dem, was in unserer Gesellschaft und unserem Denken wichtig und bedeutsam zu sein scheint, in den Blickpunkt rücken.


Das gilt auch und gerade für den Umgang mit den Kindern. Während sie oft in erster Linie als zu Erziehende und zu Formende angesehen werden, spricht Jesus ihnen einen hohen Eigen­wert zu. Er wertet sie zu Trägern der Gegenwart Gottes auf, und wir tun gut daran, in den uns anvertrauten Kindern auf Entdeckungsreise zu gehen. Wenn Jesu Aussage nämlich zutrifft, dann sind gerade sie Orte der Gottesbegegnung.


An anderer Stelle stellt Jesus seinen Jüngern die Kinder als Vorbild dar: „Wenn ihr nicht um­kehrt und wie die Kinder werdet, könnt ihr nicht in das Himmelreich kommen." (Mt. 18,4) Sich klein zu machen, auf Herrschaft zu verzichten, fröhlich zu sein, traurig zu sein, zu stau­nen, um Hilfe zu bitten - für all das sind Kinder Vorbilder und es ist eine echte Herausforde­rung für Erwachsene, diese Aussage Jesu zum Maßstab für das eigene Handeln zu machen. Das gilt auch und gerade in der Kirche, weil sie ja die konkrete Jüngergemeinde heute dar­stellt. Und deshalb sind auch Kindertageseinrichtungen in kirchlicher Trägerschaft nicht nur eine Aufgabe, Kinder zu einem sinnerfüllten Leben zu führen, sondern auch eine Chance, an Kindern Maß zu nehmen und von ihnen zu lernen.

Das „Katholische Familienzentrum Much - Marienfeld - Kreuzkapelle"  (bestehend aus den drei Mucher Kirchengemeinden und den drei katholischen Kindertagesstätten)  verpflichtet sich da­zu, sich an diesen Vorgaben zu orientieren und sich von diesen Vorgaben in seinem Handeln immer wieder hinterfragen und korrigieren zu lassen.

Damit Kinder in einem gut verstandenen Sinne groß werden können ist es unerlässlich, sie nicht nur als Objekte von Erziehung zu betrachten, sondern ihnen zuerst als Kinder Gottes zu begegnen und die daraus erwachsende Personwürde zu respektieren und zu fördern.

Damit Kinder in einem gut verstandenen Sinne groß werden können, ist es wichtig, das ganze Umfeld, in dem sie leben, in den Blick zu nehmen. So muss unser Dienst an den Kindern auch Dienst an ihren Familien sein, so muss der Kontakt zu ihren Eltern gesucht und ge­fördert werden, so müssen positive Tendenzen gestärkt und negative abgeschwächt werden. Dies geschieht durch Elternbildung und Beratung in Erziehungsfragen. Dies geschieht auch durch Möglichkeiten der Kontaktaufnahme zu einem der Seelsorger. Dies geschieht auch durch Einladungen, die die zum Familienzentrum gehörenden Kirchengemeinden an junge Familien richten, damit diese sich in ihrem Lebensumfeld verwurzeln und in ihrem Glauben wachsen können.

Damit Kinder in einem guten Sinne groß werden können, bedarf es (religions-)pädagogisch gut qualifizierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter  die ihre Aufgabe mit Professionalität und Engagement, mit Gläubigkeit und Liebe ausführen.

Damit Kinder in einem guten Sinne groß werden können, sollen sie Gelegenheit haben, Gott und seinen Sohn Jesus Christus kennen- und lieben zu lernen. Gott ist die Quelle, aus der wir kommen und das Ziel, zu dem wir hin unterwegs sind. Maßstab und Wegweiser auf diesem Weg ist Jesus Christus.

Kinder in den Glauben einzuführen, heißt daher auch, sie mit ihrem Ursprung und ihrem Ziel in Verbindung zu bringen. Die heilige Theresia von Avila sagt: „Nichts soll dich fürchten, nichts soll dich ängstigen - Gott allein genügt." Dieser Glaube kann dazu beitragen, sein Leben aus einer tragfähigen Zuversicht heraus zu gestalten: Es kann so schlimm kommen, wie es will, es wird gut.


Unser Engagement im Bereich Familienpastoral

 Religionspädagogische Arbeit ist wesentlicher Bestandteil der Arbeit in den Kindertageseinrichtun-gen. Selbstverständlich orientieren sich diese Angebote an der Entwicklungsphase der Kinder. Dies geschieht z.B. durch besondere Angebote Ihr Vorschulkinder.

Die Katechesen erfolgen sehr stark symbolorientiert (Kett-Methode) und orientieren sich so­wohl am Kirchenjahr als auch an pädagogischen Projekten in der Einrichtung. Regelmäßig finden liturgische Feiern in den Kirchen statt.

Ansprechpartner für die religionspädagogischen Angebote ist der Gemeindereferent. Er lädt auch regelmäßig zum religionspädagogischen Arbeitskreis für Erzieherinnen auf Pfarrver­bandsebene ein.


 Durch die religionspädagogischen Angebote in den Einrichtungen  wird auch ein Gespräch in den Familien angezielt, das auf die Rückmeldungen der Kinder aufbaut.  Zu diesen Angeboten für die Kinder werden auch die Eltern eingeladen, um so für Interessierte Anknüpfungsmöglichkeiten zu schaffen.


 Durch die Präsenz der Seelsorger in den Gruppen soll auch die Hemmschwelle zur Kontakt­aufnahme zu den Seelsorgern herabgesetzt werden. Darüber hinaus verweisen Flyer auf Mög­lichkeiten zur Ehe- Familien- und Lebensberatung und ermutigen zum Kontakt mit einem der Seelsorger.


 Durch regelmäßige Eltembefragungen und die Miteinbeziehung der Elternräte werden Inte­ressen der Eltern ermittelt und nach Möglichkeit umgesetzt.


 Die Einladung zu den Veranstaltungen in den Pfarreien will ebenfalls reli­giöse Erziehung fördern.


 Darüber hinaus finden je nach Nachfrage Elterngespräche über z.B. den Umgang mit Tod und Sterben in der Familie sowie anderen Fragen statt.


 Religiöse Elternbildung wurde bisher nicht nachgefragt, bzw. entsprechende Angebote nicht wahrgenommen. Es werden in Zusammenarbeit mit dem Bildungswerk neue Angebote ge­plant. Einzelne Eltern betonen Interesse an den Angeboten für Kinder und nehmen daran als Gast teil.


 Auf Seelsorgebereichsebene wird zu familienpastoralen Veranstaltungen eingeladen, z.B. Familienwochenenden und Vater- Kind-Aktionen. Diese Veranstaltungen stehen grundsätz­lich allen Familien im Pfarrverband offen.


 Darüber hinaus sind diese Veranstaltungen offen und bewusst darauf angelegt, dass sie nach­haltig wirken, z.B. dadurch, dass sie die Gründung von Familiengruppen oder Liturgiekreisen intendieren. Dieser Bereich soll in Zukunft ausgebaut werden.


 Die Information hierüber erfolgt über Plakate und Flyer in den Einrichtungen sowie über Ver­öffentlichungen von Pfarrpublikationen und der Tagespresse.


 Neben den liturgischen Feiern in den Einrichtungen, zu denen z.T. auch die Eltern eingeladen werden, finden im Seelsorgebereich regelmäßig Kinder- und Familiengottesdienste statt, zu denen gezielt eingeladen wird. An jedem Sonntag findet in einer der Pfarrkirchen ein Famili­engottesdienst statt.


 In jeder Pfarrkirche findet darüber hinaus - an den Sonntagsgottesdienst angebunden - eine Kinderkirche statt, in deren Rahmen eine kindgemäße Katechese zum Sonntagsevangelium stattfindet. Hierzu sind besonders Kinder im Kindergartenalter und deren Eltern eingeladen. Die Vorbereitungskreise bestehen aus dem zuständigen Seelsorger und interessierten Eltern, deren Kinder meist die Einrichtung besuchen.

 Einmal jährlich findet in Much die Kinderbibelwoche mit fast 200 Teilnehmern statt. Erstmals in diesem Jahr wurden die anwesenden Eltern zu einer Gesprächsgruppe eingeladen, die pa­rallel zu den Kindergruppen stattfand. Das Ergebnis macht Mut.


 Von einem ehemaligen Kaplan wurde eine erweiterte Taufkatechese in unserem Pfarrverband etabliert.


 Für junge Paare, die kirchlich heiraten wollen, findet ein verpflichtendes Ehevorbereitungsseminar statt.


 An jedem 2. Advent wird zur „Herbergssuche" eingeladen, einem Gottesdienst, an dem sich die meist jungen Familien auf den Weg zu einem Stall machen, in dem dann Eucharistie ge­feiert wird.


 Auch der Krippengang nach Köln in der ersten Januarhälfte erfreut sich guter Beteiligung.


 Einmal jährlich findet ein Familienbibeltag für Familien mit Kindem im Vorschulalter statt.


 Bei Kinderkirche und Kinderliturgiekreisen ist die Einbeziehung von Eltern und Familien bereits erfolgreich umgesetzt­.


 Im Rahmen der Erstkommunionvorbereitung finden insgesamt vier Elternabende statt, die der Elternkatechese und dem Austausch der Eltern über ihren Glauben dienen.



Ausblick:

Wie aus den Ausführungen bereits hervorgeht, gibt es viele Aktivitäten, durch die unsere Gemeinden sich für Familien öffnen. Dieses hohe Niveau zu halten, erfordert schon viel Kraft. Deshalb planen wir für die Zukunft keine neuen Aktivitäten, sondern wollen bei schon bestehenden Veranstaltungen die Eltern stärker mit in den Blick genommen werden. So kann z.B. auf dem Messdienerwochenende ein Programmpunkt kurz vor der Abfahrt für die Eltern mit eingeplant werden.

Auch sollen Angebote für Familien, die bereits den Pfarren verbunden sind, stattfinden, z.B. Vater-Kind-Aktionen der Messdiener.